In
unserem Leben bieten sich verschiedene Möglichkeiten des Zusammenlebens mit
anderen Christen an:
Die
kleinste Einheit ist die Zweierschaft. Zwei Leute können sich zusammentun, um
sich auszutauschen, Rat zu geben und für einander zu beten. Eine Zweierschaft
bietet die Möglichkeit, sehr persönliche Dinge mit einem anderen Menschen
durchzusprechen. Auch wenn die Ehe die "klassische" Form der
Zweierschaft ist, ist sie doch nicht die einzige. Eine enge Freundschaft
zwischen Frauen oder Männern zum Beispiel für einen bestimmten Zeitraum ist
sehr empfehlenswert.
Die
nächst größere Einheit ist ein Hauskreis oder eine Bibellesegruppe. In der
Apostelgeschichte wird von den ersten Christen gesagt: Sie "brachen das
Brot hier und dort in den Häusern" (Apostelgeschichte 3,47). Der Hauskreis
bietet hierzu die Gelegenheit. Dort kann man in einem persönlichen Rahmen über
das Christsein nachdenken. Er ist die Grundstruktur der Gemeinde. Denn im
Hauskreis kann jeder seine Gaben und Fähigkeiten einbringen, was ja im großen
Gottesdienst oft nicht so leicht möglich ist. So kann man geistlich und
praktisch für einander sorgen.
Die
vorletzte Einheit ist die Ortsgemeinde. "Und sie waren täglich einmütig beieinander
im Tempel..."(Apostelgeschichte 3,47). Von Anfang an trafen sich die
Christen wenigstens am Sonntag zum Gottesdienst. Hierbei spielt der Tag oder
die Uhrzeit keine Rolle, es kommt vielmehr darauf an, daß wir uns regelmäßig,
um Gott zu loben und ihm die Ehre zu geben, die ihm gebührt. Im Gottesdienst
können wir auch Neues lernen und auf Gott hören. Ein Gottesdienst ist zudem
meist die sichtbarste Form der Gemeinde an einem Ort. Daher hat er auch eine
einladende Funktion für die Menschen, die Jesus noch nicht kennen.
Durch
Gott unseren Vater sind wir mit allen Christen auf der ganzen Welt verbunden.
Es ist wichtig, daran zu denken, daß wir nicht nur Geschwister in unserer Stadt
oder unserem Land haben, für die wir mitverantwortlich sind. Gerade in unserer
Zeit ist es gut möglich, auch Christen in anderen Ländern wahrzunehmen und mit
ihnen in Verbindung zu bleiben. Christen können über ethnische Unterschiede
hinweg helfen und damit auch einen Beitrag zur Verständigung der Völker
leisten.
In
allen diesen Bereichen des Lebens stecken für uns Möglichkeiten. Gott hat mich
zu einem ganz speziellen Menschen gemacht. Keiner hat die gleichen Fähigkeiten
und Erfahrungen. Auch wenn wir es nicht glauben, wenn wir uns nicht in die
genannten Gemeinschaften einbringen, dann fehlt dort etwas. Wir sind nicht
überflüssig. Deswegen ist es wichtig, daß wir alleine und mit anderen darüber
nachdenken, wie wir bei Gott mitarbeiten können. Einige Fragen, die
weiterhelfen könnten, sind: